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Wie Pythia entsteht

April 2026Stufe 2 · Explain

Ereignisse als Objekte

Aktionen, Preise, Vor- und Nachlauf: ein Ereignis ist mehr als ein Punkt im Kalender.

Skizze: Kerzen um ein Ereignis am Tag T mit Preisstufe
Skizze

Am Aktionstag haben wir deutlich mehr verkauft. Aber hätten wir das nicht sowieso? Und was war danach – haben Kunden nur früher gekauft, was sie später ohnehin gekauft hätten? Mit einer Markierung im Kalender lassen sich diese Fragen nicht beantworten. Mit einem Ereignis schon.

Ereignisse sind Objekte, keine Markierungen

In Pythia ist ein Ereignis ein eigener Datensatz: mit Zeitraum, Typ und Bezug – auf einen Kanal, ein Sortiment oder einen einzelnen Artikel. Rund 20 Typen in neun Gruppen, jeweils mit Farbe und Symbol: Aktionstage, Preisänderungen, Störungen und mehr.

Wiederkehrende Handelstage berechnet Pythia selbst für viele Jahre im Voraus. Eigene Ereignisse lassen sich anlegen, ändern und löschen. Zu jedem Ereignis kann man den Anlass festhalten, etwa „Wettbewerb“, damit die Erklärung nicht nur im Kopf einer Person steckt.

Preisänderungen, die Pythia selbst findet

Eine Ereignisart muss niemand pflegen: Preisänderungen. Pythia erkennt sie aus den tatsächlich realisierten Preisen in den Belegen – je Artikel und je Kanal. Jede bestätigte Senkung oder Erhöhung wird ein Ereignis mit einem kleinen Dreieck nach unten oder oben.

Betrachtet man genau einen Artikel, zeigt die Timeline seinen Preis je Kanal als Stufenlinie. Ob sich nach einer Preissenkung im eigenen Shop die Verkäufe auf dem Marktplatz verschoben haben, sieht man dann auf einen Blick.

Was hat es bewirkt?

Jedes Ereignis hat eine Karte mit seiner Wirkung: Absatz und Umsatz im Zeitraum danach gegen die Erwartung, dazu Kanalanteil und die Entwicklung im übrigen Sortiment. Ein Kontrollfenster davor zeigt, ob schon vorher etwas Ungewöhnliches lief.

Pythia sagt, was nach einem Ereignis anders war als erwartet. Es behauptet nicht, dass das Ereignis die Ursache war.

Hinweise auf der Karte sagen, wenn die Aussage wackelt: zu wenige Daten, sich überlappende Ereignisse, unbekannter Anlass. Gerade Überlappungen sind wichtig – eine Preissenkung, die am selben Tag wie ein Aktionstag beginnt, lässt sich nicht sauber trennen, und Pythia tut nicht so.

Was noch fehlt

Ehrlich benannt: Belegpreise sind realisierte Preise. An Tagen ohne Verkauf gibt es keine Beobachtung. Platzhalterpreise im Centbereich können unsinnige Ereignisse erzeugen; eine Plausibilitätsregel dafür ist geplant. Ebenfalls geplant sind Preiselastizität, Feiertage aus offiziellen Quellen und ein Filter nach Bundesland.

Im nächsten Monat: Was hat der Newsletter gebracht? Wirkung je Versand und Aktionscodes.

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