Filtern, wie man denkt
Mehrfachauswahl, Suche und Drilldown – Fragen stellen, ohne eine Abfrage zu schreiben.
„Zeig mir alles von zwei Marktplätzen, aber nur Speditionsware.“ Ein Satz, den jeder im Vertrieb sofort versteht. In vielen Systemen bedeutet er trotzdem: Export nach Excel, drei Filter, eine Pivot-Tabelle und die Hoffnung, dass niemand inzwischen die Daten geändert hat.
In Pythia ist es eine Auswahl in zwei Listen.
Mehrfachauswahl überall
Alle Auswahlfilter erlauben mehrere Werte gleichzeitig: Kanal, Lager, Belegtyp, Warengruppe, Land, Segment, Familie, Cluster, Artikel und Paketdienst. Jede Liste lässt sich durchsuchen, hat „Alle“ und „Keine“ und funktioniert auch mit der Tastatur.
Neben jedem Wert steht, wie viele Positionen er im aktuellen Zeitfenster hat – gezählt unter den übrigen gesetzten Filtern. Das ist genau das Verhalten, das man aus Tabellenkalkulationen kennt: Man sieht vor dem Klick, ob sich die Auswahl lohnt.
Text, wie man ihn tippt
Für alles, was keine Liste ist, gibt es den Textfilter. Er sucht Teilbegriffe in Bezeichnung, Artikelnummer, Hersteller oder EAN. Mehrere Begriffe, durch Komma getrennt, werden als „oder“ verstanden. Zusammen mit den übrigen Filtern gilt „und“. Alle Artikel mit „Pavillon“ oder „Zelt“ im Namen, nur im eigenen Shop, nur im zweiten Quartal – das ist eine Eingabe und zwei Klicks.
Ein guter Filter beantwortet die Frage, die man gerade hat, nicht die, die jemand vorher eingebaut hat.
Der Wert, den es offiziell nicht gibt
Ein Filter verdient besondere Erwähnung: der Paketdienst. Neben den einzelnen Diensten gibt es den Wert „ohne Paketdienst“. Er klingt nach Datenfehler, ist aber im Wesentlichen die Speditionsware – große, schwere Artikel, die anders versendet werden. Plötzlich lässt sich eine Frage stellen, die vorher niemand stellen konnte: Wie entwickelt sich eigentlich das Speditionsgeschäft?
Ein unklarer Wert, den das ERP an dieser Stelle manchmal schreibt, bleibt bewusst sichtbar. Lieber zeigt Pythia etwas Unverstandenes, als es in einer Annahme verschwinden zu lassen.
Filter gelten überall
Ein gesetzter Filter wirkt in der Timeline, in den Berichten und in den späteren Analysen gleichermaßen und steht in der Adresse jeder Seite. Wo eine Datenart einen Filter nicht kennt – Gutschriften etwa wissen nichts vom Paketdienst –, sagt ein Hinweis, dass der Filter dort nur teilweise greift.
Im nächsten Monat: Was normal ist – das Saisonprofil und der Blick nach vorn.